Weiblichkeit leben

In der heutigen Zeit unterdrücken wir Frauen viel zu oft unsere weiche Seite und bringen eher unsere taffe zum Vorschein. Um aber wirklich glücklich zu sein, dürfen wir keine Seite von uns unterdrücken. Ich helfe dir dabei, endlich deine Weiblichkeit zu leben.

Falsche Vorbilder verhindern, dass du deine Weiblichkeit leben lernst

Frauen heutzutage, vor allen Dingen die, im Alter von 25-45, haben in ihrer Kindheit sehr oft gehört, dass sie sich anstrengen sollen, sich Mühe geben müssen um Anerkennung und Liebe zu bekommen.
„Gib dir mal mehr Mühe.“, „Sitz nicht so faul rum.“, „Streng dich an.“, „Sei nicht so laut, Mädchen sollten brav und lieb sein.“

Erkennst du den ein oder anderen Satz aus deiner eigenen Kindheit wieder? Vielleicht schnürt es dir, so wie mir auch, die Kehle zu, wenn du solche Sätze liest.

Mit Weiblichkeit hatte das nur wenig zu tun.

Wir jungen, modernen, emanzipierten Frauen, sind wiederum von Müttern großgezogen worden, die hart für unsere Rechte und unsere Emanzipation gekämpft haben. Sie waren eine der ersten Generationen, für die es normal war zu wählen, die arbeiten gehen durften (ohne das der Mann da zustimmen musste) und auch durch die Pille das erste Mal die Möglichkeit hatten, selbst zu entscheiden ob sie Kinder haben wollten, oder nicht.

Durch die Erziehung solcher starker, harter und erfolgreichen Frauen, wurde die nächste Generation, also wir, auch darauf getrimmt etwas aus seinem Leben zu machen. Wir sollten wenn möglich studieren gehen, einen perfekten Mann finden, erfolgreich werden, aber dennoch Mama werden und auch den Haushalt wuppen.

Status Quo: Weiblichkeit leben nicht erlaubt

Heute sind wir Kinder von damals selbst erwachsen, haben meist einen 40 Stunden 9-to-5 Job, unfassbar volle To Do Listen, eine Wohnung oder ein Haus, das in Ordnung gehalten werden will, Freunde die man treffen soll und will, Sport der getrieben werden müsste, einen Mann (oder Frau) der Aufmerksamkeit, Zeit und Liebe beansprucht (und das natürlich zu Recht), etc. Diese Liste könnte ich jetzt noch ins unendliche weiter führen.

Gefühlt haben wir alles erreicht, aber dabei etwas essentielles verloren – unsere Weiblichkeit.

Wir Frauen machen heute den Job unseres Vaters, aber haben keine Aufgaben unserer Mutter abgegeben

In der ganzen Zeit der letzten 60 Jahre und der daraus resultierenden Emanzipation haben wir Frauen vergessen mal ganz laut STOPP zu rufen.
STOPP zu all diesen Aufgaben. STOPP zu all den Ansprüchen aus der Gesellschaft. STOPP zu den Erwartungen, die tagtäglich an uns gerichtet werden. Doch all diese Anforderungen, die an uns gestellt werden, sorgen für ein Gefühl der Überforderung. Wir haben das Gefühl auf 20 Hochzeiten gleichzeitig tanzen zu müssen und kämpfen ständig mit der Angst (mal wieder) zu versagen, oder nicht gut genug zu sein.

Dennoch versuchen Millionen Frauen jeden Tag, auf diesen 20 Hochzeiten zu tanzen und alle Bälle in der Luft zu halten. Um das zu schaffen, in einer von Druck beherrschten Leistungsgesellschaft, mussten wir hart werden. Einen Panzer errichten, um nicht zu spüren, dass die Anforderungen die wir an uns selbst richten, viel zu groß sind.

Weiblichkeit leben und keine Gefühle mehr unterdrücken

Dieser Panzer sorgt dafür, dass wir keine Verbindung mehr zu unserer weiblichen Intuition haben. Es ist schlicht und ergreifend keine Zeit mehr in den 16-18 Stunden die wir uns abrackern, auf ein Gefühl, eine leise zu Stimme in uns zu achten, die uns zu ruft, mal ein paar Gänge zurück zu schalten. Würden wir auf sie hören, müssten wir uns auch mit unserer Verletzlichkeit, unseren Emotionen und Ängsten auseinandersetzen. Aber genau das versuchen wir mit aller Macht zu verhindern.

Denn in unserer Gesellschaft,  im Job, in den meisten Freundschaften und Beziehungen, sollen wir vor allen Dingen eins – funktionieren. Die wenigsten Chefs oder Cheffinnen kommen mit Emotionen am Arbeitsplatz klar. Hier geht es um Performance, um Gefallen und darum vor den anderen Kollegen nicht als „Heulsuse“ dazustehen. Auch hier können wir nicht unsere Weiblichkeit leben.

Emotionen sind unsere Essenz

Aber genau diese Emotionen machen uns Frauen weiblich. Brene Brown schreibt in ihrem Buch „Verletzlichkeit macht stark“ das es genau diese Emotionen und die Verletzlichkeit sind, die wir Frauen so dringend bräuchten um wieder ein erfülltes und zufriedenes Leben führen zu können. Denn so wie der Fisch das Wasser zum leben braucht, brauchen wir Frauen die Emotionen, unsere Intuition, um wirklich vollständig zu sein.

Auch ich war in der dieser Spirale aus To Do Listen, Projekten und Anforderungen an mich selbst gefangen. Ich arbeitete jeden mehr als 10 Stunden, hatte nebenbei noch 2 Projekte am laufen (das Schreiben meines Buches Tinder Liebe WTF und den Aufbau meines Instagram Kanals.

Irgendwann, als mein Körper mir sehr eindeutige Signale schickte, änderte ich mein Leben. Ich begann zu meditieren, Achtsamkeitsübungen durchzuführen und wieder in Kontakt mit meinen Emotionen und meiner Intuition zu gehen.

Wie du wieder deine volle Weiblichkeit leben kannst

Es ist sehr spannend sich einmal die Frage zu beantworten, was Weiblichkeit für MICH ist. Wie wäre ich, wenn ich voll und ganz meine Weiblichkeit leben würde? Wie würde mein Leben aussehen? Wie würde ich Sein? Gibt es Frauen, die ich wunderbar finde, weil sie sehr bei sich selbst sind und das auch ausstrahlen?

Weibliche Attribute wie das Loslassen, sich hingeben, fühlen, vertrauen, intuitiv sein, annehmen, integrieren, vergeben, schwach sein, bewahren, geschehen lassen, geduldig sein und ins Innen gehen stoßen in der Gesellschaft oft auf Unverständnis.
Was empfindest du dabei, wenn du diese weiblichen Attribute liest? Hast du dabei ein gutes Gefühl? Oder lehnst du sie vielleicht eher ab und tust sie als „weich und erfolglos“ ab?

Genau, da darfst du ansetzen. Wie soll etwas in unser Leben kommen, wenn wir es ablehnen und vielleicht gar nicht haben wollen?

Die ersten Schritte, um deine Weiblichkeit zu leben 

Wenn du bis hierhin gelesen hast, ist dir das Thema wichtig und du möchtest wieder mehr Weiblichkeit leben. Toll, ich freu mich sehr für dich und unsere gesamte Gesellschaft.

Die ersten Schritte sind immer die schwierigsten. Deshalb möchte ich dich dabei unterstützen und dir mit auf den Weg geben, was ich konkret tat um wieder mehr Weiblichkeit zu leben.

  1. Bewege deinen Körper liebevoll in weiblichen Sportarten wie Yoga, QiGong oder ähnlichen. (anstrengende Fitnesskurse fördern wieder die männlichen Anteile, weil es hier oft um die Leistung selbst geht)
  2. Verbinde dich mit dir selbst durch eine Spiegelübung oder Meditation
  3. Gönn dir am Tag mindestens 10 Minuten des Seins, ohne Handy, einem Buch, dem Fernseher, dem Radio, Podcasts etc.
  4. Creme dich liebevoll ein und bürste deine Haare ohne Hast
  5. Führe tiefe Gespräche mit anderen Frauen über Emotionen und Ängste

Du bist wundervoll so wie du bist, du hast vielleicht nur vergessen, was für eine Göttin in dir steckt. Wenn du beim Lesen des Artikels gemerkt hast, dass vielleicht auch noch Selbstwert ein Thema ist, schau dir gern diesen Artikel von mir dazu an.

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